1969, das überliefert die Forschungsliteratur seitenweise, führte der japanische Schriftsteller eine Debatte mit linken Studenten in der Universität Tokio. Die Debatte ist auf japanisch in Druckform überliefert – ich suche, soweit vorhanden, eine am besten digitale Übersetzung, etwa ins Englische.
Gesucht: Die Debatte Mishima Yukios mit linken Studenten 1969
Februar 13, 2012
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Verfasst von historicalplayground
…just another Geschichts-Blog
Februar 13, 2012Nach fast dreijährige Abstinenz: Rückmeldung. Ein Umstand, der nun häufiger erfolgen wird. Und damit zur Selbstbespiegelung: Statt etwas kläglichen Versuchen, hier Debatten vom Zaun zu brechen soll es künftig primär um etwas anderes gehen, daher auch die Reaktivierung: Den Austausch von (digitalen) Quellen bzw. entsprechenden Referenzen.
Wer kennt das Problem nicht? Es ist, wie nun gerade, kurz nach halb zwölf und man benötigt für ein bestimmtes Projekt eine bestimmtes Materialstück, der trotz des erweiterten, universitären Angebotes nicht auffindbar ist. Um dann einige Tage später doch noch zufällig auf eine frei zugängliche Version zu stoßen, weil man Datenbank XY außer 8 gelassen hat.
Da Blogs Privatvergnügen sind, soll hier künftig ganz privat nach bestimmten Texten und Quellen gefahndet werden und zugleich (scheinbar) gut versteckte Texte bzw. deren Referenz hier publik gemacht werden – ebenso wie für den einen oder die andere möglicherweise inspirierende Essays aus dem universitären Alltag.
Soviel dazu.
Wer kennt das Problem nicht? Es ist, wie nun gerade, kurz nach halb zwölf und man benötigt für ein bestimmtes Projekt eine bestimmtes Materialstück, der trotz des erweiterten, universitären Angebotes nicht auffindbar ist
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Verfasst von historicalplayground
Geschichtspolitik
November 1, 2008Aufgefallen: Äußern sich renommierte deutsche Historiker (nicht zu verwechseln mit Medienprofessoren in ZDF-Besoldung) in einer breiteren Öffentlichkeit, geht es oftmals mehr um Tagespolitik und Jetztzeit-Soziologie als um Geschichte. Die wird gelegentlich auch gerne vom Gesagten abgekoppelt.
Paul Nolte ist jemand, den man als neuen Konservativen bezeichnen könnte, ohne damit einen Neocon im Sinne der US-Ausgabe zu meinen.
Doch um Paul Noltes Konservatismus soll es an dieser Stelle nicht gehen. Viel interessanter ist ein Blick auf das Publikationsverzeichnis des Historikers, der an der FU Berlin lehrt. Historisch wirken viele der Titel nur bedingt. Statt Geschichte scheinen vor allem politische und soziologische Themen, die sich auf die Bundesrepublik des hier und heute beziehen, im Zentrum des momentanen Schaffens Noltes zu stehen.
Aller Ausführungen zum “Gemeindebürgertum und Liberalismus in Baden 1800-1850″ zum Trotz, sind es auch genau diese Themen, mit denen Paul Nolte in Öffentlichkeit präsent ist.
Das konservative Magazin CICERO freut sich über Noltes Ausführungen zum Gegenwartsdeutschen, der mehr arbeiten und weniger essen solle und das manager-magazin zitiert Nolte als Kommentator zur aktuellen deutschen Mentalität -völlig entkoppelt vom Geschichtlichen.
Auch Michael Stürmer, einst Protagonist des Historiker-Streites und Lehrender an der Universität Nürnberg-Erlangen, ist gefragter Gesprächspartner der Printmedien. Im Spiegel (37/2008) soll er den angeblichen Verfall des Konservativen erklären helfen und in der Tageszeitung “Die Welt” verfügt der ehemalige Berater Helmut Kohls sogar über eine eigene Kolumne. Doch auch hier sind die Themen eher tagespolitisch denn historisch, was kaum eine Überraschung darstellt. Allerdings: Im Gegensatz zur möglichen Erwartungshaltung an einen Historiker, bezieht sich Stürmer nur allzuselten auf die Geschichte: In “Georgien und der Norden” erschöpft sich das Historische in Bezügen auf die vergangenen Monate sowie Vergleiche respektive Anti-Vergleiche. Auch die Ausführungen Stürmers zur Bayern-Wahl belassen es bei historischen Anekdötchen. Kein analytischer Rückblick auf die lange Geschichte der CSU in Bayern. Anekdötchen.
Anekdötchen auch bei Hans-Ulrich Wehler. Was er von Helmut Schmidt hält, “68er” mit Marxlektüre disziplinierte und wie er Willy Brandt traf berichtete der Bielefelder Sozialgeschichtler jünst im Video-Interview mit der FAZ. Dort, wo auch das geflüglte Wort vom “Pfälzer Waldschrat” bezüglich Kurt Becks fiel, äußerte sich der 77jährige einigermaßen prophetisch zu den künftigen Entwicklungen der SPD: Beck, so Wehler, halte sich nicht mehr lange und Müntefering und Steinmeier würden Nachfolger. Seine Einschätzung, die Hand in Hand mit offenen Symapthie- bzw. Antpathiebekundungen ging, erwies sich als richtig. Einen Geschichtsbezug hatte sie allerdings nicht.
Es ist interessant: Wichtige deutsche Geschichtswissenschaftler äußern sich zu tagespolitischen Themen – und lassen in ihre Beiträge nicht mehr Kompetenz und Qualifikation einfließen, als ein Theologe oder Germanist es könnten.
Die, die es vermitteln könnten, enthalten dem Konsumenten die “Lehren aus der Geschichte” vor und entkoppeln ihre Aussagen vom geschichtswissenschaftlichen. Der Terminus “Historiker”, demim Gegensatz zum “Politologen” vielleicht eine gewisse Weltklugheit und Zeitlosigkeit anhaftet, verkommt dann zum reinen Label, wenn ein Politikwissenschaftler der kompetentere Ansprechpartner gewesen wäre.
Ein Vergleich mit einem Handball-Kolumnisten Franz Beckenbauer hat zwar in diesem Kontext keine Berechtigung, dennoch ist es verwunderlich, dass öffentlich sprechende Historiker dem Geschichtlichen im Gegensatz zur Tagespolitik oft nur eine untergeordnete Rolle einräumen (können?).
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